Das Förderprogramm IQ – Integration durch Qualifizierung arbeitet seit 2005 an der Zielsetzung, die nachhaltige und bildungsadäquate Integration von erwachsenen Menschen mit ausländischen Qualifikationen in den Arbeitsmarkt zu verbessern.
Es unterstützt bundesweit Einwander*innen durch Beratungen und Qualifizierungen bei der Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen, durch Beratungen zu arbeits- und sozialrechtlichen Fragestellungen und bietet flankierend Angebote für Akteur*innen, die sich mit der Arbeitsmarktintegration von Menschen mit Qualifikationen aus dem Ausland befassen.
Das Förderprogramm IQ − Integration durch Qualifizierung zielt mit Unterstützung des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen ausländischer Herkunft ab. Der ESF Plus ist Europas wichtigstes Instrument zur Förderung von Beschäftigung und sozialer Integration in Europa. Deutschland erhält in der ESF Plus-Förderperiode 2021-2027 rund 6,56 Mrd. Euro. Davon fließen rund 2,22 Mrd. Euro in das ESF Plus-Bundesprogramm und rund 4,34 Mrd. Euro in die ESF Plus-Aktivitäten der Bundesländer.
Weitere Infos zum ESF Plus unter: www.esf.de.
Aktuelle Förderperiode 2026–2028
Seit dem 01.01.2026 läuft eine neue Förderrunde des Programms IQ mit weiterentwickelten Strukturen und neuen Schwerpunkten.
Bundesweit umfasst das Programm:
- 59 Anerkennungs- und Qualifizierungsberatungsstellen, die ihre Arbeit fortführen und weiterentwickeln
- 21 Regionale Integrationsnetzwerke für internationale Arbeitskräfte (RINIA) mit Qualifizierungs- und Begleitangeboten für Menschen ausländischer Herkunft
- 17 Regionale Integrationsnetzwerke Willkommens- und Anerkennungskultur (RINWA) mit Fokus auf Unternehmen und Arbeitsmarktstrukturen
- 9 überregionale Aktivierungsprojekte (BBQA) zur Ansprache von migrantischen Communitys
- Fachstellen auf Bundesebene, die Wissen bündeln, Qualität sichern und politische Impulse geben
Ein wichtiger neuer Schwerpunkt ist der Wissenstransfer an Arbeitsagenturen und Jobcenter, um die Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung langfristig zu stärken. Ziel ist eine mögliche Verstetigung der Angebote ab dem Jahr 2029.
Ziele des Förderprogramms
Das Programm IQ verfolgt weiterhin zentrale Ziele:
- Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Menschen mit ausländischer Herkunft
- Integration in qualifikationsadäquate Beschäftigung
- Unterstützung bei der Anerkennung ausländischer Abschlüsse
- Ausbau von Qualifizierungsangeboten und beruflicher Entwicklung
- Sichtbarmachung von beruflichen Kompetenzen, auch ohne formalen Abschluss
- Abbau von strukturellen Hürden auf dem Arbeitsmarkt
- Stärkung fairer Arbeitsbedingungen und Schutz vor Benachteiligung
Alle Teilbereiche des Programms arbeiten gemeinsam daran, internationale Fachkräfte nachhaltig in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren.
Bedeutung für den Arbeitsmarkt
Die Arbeit des Förderprogramms IQ ist eng mit den aktuellen Herausforderungen des Arbeitsmarkts verbunden. Studien zeigen, dass das Arbeitskräfteangebot in Deutschland langfristig sinkt und der Bedarf an qualifizierten Fachkräften weiter steigt. Internationale Fachkräfte spielen daher eine wichtige Rolle für die Fachkräftesicherung.



