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Sie kommen aus einem Land außerhalb der Europäischen Union (EU), der Schweiz, Islands, Liechtensteins oder Norwegens.

Sie sind visapflichtig und benötigen je nach Aufenthaltsgrund unterschiedliche Visa.

Wichtig: Staatsbürger/innen aus Australien, Kanada, Neuseeland, Israel, Japan, Südkorea und den USA können ohne Visum nach Deutschland einreisen, müssen dieses aber innerhalb von 3 Monaten vor Ort bei der zuständigen Ausländerbehörde in Deutschland beantragen.

Sie haben einen Hochschulabschluss

 

Blue Card

Die Blue-Card ist ein Einreisevisum und eine Arbeitserlaubnis in einem Dokument. Die Blue-Card kann im Ausland bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung (Botschaft, Generalkonsulat) beantragt werden.

Voraussetzungen:

  • anerkannter ausländischer Hochschulabschluss oder ein ausländischer Hochschulabschluss, der einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbar ist
  • konkretes Arbeitsplatzangebot
  • Mindestgehalt von 49.600 € brutto/ Jahr bzw. ein Mindestgehalt von 38.688 € brutto/ Jahr bei Engpassberufen wie z.B. Mathematik, Informatik, (IT-Anwendungsberatung, Softwareentwicklung, Programmierung), Naturwissenschaft, Technik, Ingenieurwesen oder Medizin und Prüfung der Arbeitsplatzbedingungen durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) / die Zentrale Ausland- und Fachvermittlung (ZAV). 

Die Blue Card EU wird zuerst für höchstens 4 Jahre erteilt.
Die Ehegattin/der Ehegatte einer Blue Card-Inhaberin/eines Blue-Card-Inhabers erhält sofortigen Zugang zum Arbeitsmarkt. Von mit- oder nachziehenden Ehegatt/innen wird kein Nachweis von Deutschkenntnissen verlangt.

Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Beschäftigung

Sie können ein Visum zur Beschäftigung bei der deutschen Auslandsvertretung (Botschaft, Generalkonsulat) ihres Landes beantragen. Ihr Visum wird in Deutschland von der zuständigen Ausländerbehörde in eine Aufenthaltserlaubnis umgewandelt.

Voraussetzungen:

  • anerkannter ausländischer Hochschulabschluss oder ein ausländischer Hochschulabschluss, der einem deutschen Hochschulabschluss vergleichbar ist
  • konkretes Arbeitsplatzangebot
  • positiv verlaufene Vorrangprüfung durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) / Zentrale Ausland- und Fachvermittlung (ZAV)

Ehegattinnen/Ehegatten erhalten den gleichen Zugang zum Arbeitsmarkt. Deutschkenntnisse auf dem Niveau A 1 nach dem Gemeinsamen europäischem Referenzrahmen müssen vor der Einreise nachgewiesen werden.

Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Forschung

Wissenschaftler/innen können für ihre Arbeit an deutschen Forschungseinrichtungen eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Forschung erhalten. Der Aufenthaltstitel berechtigt zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit bei der in der Aufnahmevereinbarung genannten Forschungseinrichtung und zur Ausübung von Tätigkeiten in der Lehre.

Voraussetzungen:

  • eine vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) anerkannte Forschungseinrichtung
  • eine Aufnahmevereinbarung zwischen Wissenschaftler und Forschungseinrichtung
  • genaue Bezeichnung des Forschungsvorhabens
  • Angaben zum Arbeitsvertrag (beispielsweise Gehalt, Urlaub, Arbeitszeiten)
  • Nachweis über Sicherung des Lebensunterhalts 
  • ausreichender Krankenversicherungsschutz

Die Forschungseinrichtung leitet die abgeschlossene Aufnahmevereinbarung an die Auslandsvertretung für die Erteilung eines Visums weiter. Die Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Forschung wird mindestens für 1 Jahr erteilt.

Der Arbeitsmarktzugang von Ehegatt/innen orientiert sich an dem Status des Partners. In Fragen zu Arbeitsmarktzugang von Ehegatt/innen, können Sie sich über das Kontaktformular Informationen zu Ihrem individuellen Fall beim Bürgerservice des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge einholen. Für telefonische Anfragen rund um das Zuwanderungsgesetz erreichen Sie den Bürgerservice unter +49 911 943-6390.


Sie haben keinen Hochschulabschluss

Für Absolvent/innen von Ausbildungsberufen in bestimmten Berufsgruppen gibt es die Möglichkeit der Einreise zur Arbeitsaufnahme.

Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Beschäftigung in Ausbildungsberufen beziehungsweise Saisonarbeit.

Es gibt 3 Möglichkeiten, eine Beschäftigung aufzunehmen:

1. konkretes Arbeitsplatzangebot

Voraussetzungen (alle Punkte müssen erfüllt sein):

  • Ausbildung in einem Engpassbereich (siehe: Positivliste). Es handelt sich hierbei um
  • Ausbildungsberufe, in denen auf dem deutschen Arbeitsmarkt ein Mangel an Fachkräften herrscht
  • anerkannte Berufsausbildung bzw. Teilanerkennung mit Option zur Nachqualifizierung
  • Stellenausschreibung in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (BA)

2. Vermittlung über ein bilaterales Abkommen

Voraussetzungen (alle Punkte müssen erfüllt sein):

  • Ausbildung in einem Engpassbereich (siehe: Positivliste). Es handelt sich hierbei um Ausbildungsberufe, in denen auf dem deutschen Arbeitsmarkt ein Mangel an Fachkräften herrscht.
  • anerkannte Berufsausbildung bzw. Teilanerkennung mit Option zur Nachqualifizierung

3. Saisonale Beschäftigung

Es ist möglich, als Saisonarbeiter/in in der Land- und Forstwirtschaft, im Hotel-und Gaststättengewerbe, in der Obst-und Gemüseverarbeitung sowie in Sägewerken für bis zu 6 Monaten im Kalenderjahr zu arbeiten. Dazu ist die Vermittlung über die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Zusammenarbeit mit der Arbeitsverwaltung des Herkunftslandes notwendig.

Der Arbeitsmarktzugang von Ehegatt/innen orientiert sich an dem Status des Partners. In Fragen zu Arbeitsmarktzugang von Ehegatt/innen können Sie sich über das Kontaktformular Informationen zu Ihrem individuellen Fall bei dem Bürgerservice des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge einholen. Für telefonische Anfragen rund um das Zuwanderungsgesetz erreichen Sie den Bürgerservice unter +49 911 943-6390.