Image Kampagne

Biographien von Migrantinnen und Migranten sind vielfältig doch ihre Erwerbstätigkeit in Deutschland ist oft mit Hürden verbunden. Im Herkunftsland erworbene Kompetenzen - selbst weitreichende formale Berufsqualifikationen - werden oft nicht anerkannt. Architekten arbeiten in Putztruppen, Ärztinnen im Verkauf. Dabei bringen Migrantinnen und Migranten viele Fähigkeiten und Erfahrungen mit, die für den Arbeitsmarkt wichtig sind.

Im Sommer 2006 startete MigraNet eine Medienkampagne, die deutlich machen soll, welche Ressourcen dadurch verschwendet werden, dass wir berufliche Qualifikationen in Deutschland nicht anerkennen. Die Kampagne wird seitdem um weitere Elemente erweitert.

Bestandteile der Image Kampagne

Die vier Spots zeigen, mit welchen Problemen Migrantinnen und Migranten konfrontiert werden, wenn die Anerkennung der Ausbildung in Deutschland nicht erfolgt. 2010 wurde ein fünfter Spot in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fußballverband produziert. Dieser zeigt, dass sportliche Qualifizierungen (über UEFA Lizenzen) leichter grenzüberschreitend anerkannt werden können.

Wissen nutzen

Die Broschüre dokumentiert Interviews, in denen Migrantinnen und Migranten ihren beruflichen Werdegang schildern. Trotz teilweise hoher Qualifikation arbeiten sie in Berufen, die ihrem Ausbildungsniveau nicht entsprechen – Kompetenzen werden nicht anerkannt oder abgewertet. Es werden aber auch positive Beispiele dargestellt, die zeigen: Wenn es gelingt, eine entsprechende Beratung zu bekommen und die zuständigen Behörden und Anerkennungsstellen zu finden, kann berufliche Integration gelingen. Die Darstellungen basieren auf Interviews, die von August 2008 bis Februar 2009 geführt wurden.

Migrantinnen und Migranten verfügen oft über nicht anerkannte Berufsausbildungen. 14 Banner zeigen unterschiedliche Schicksale anhand des beruflichen Werdegangs.

Am 10. Juni 2013 wurde im Alten Rathaus in Regensburg die MigraNet Imagekampagne mit dem Hauptpreis des Integrationspreises der bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet. Überreicht wurde der Preis durch Christine Haderthauer, bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen.