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Schwangerschaft und Mutterschutz

Für alle (werdenden) Mütter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, gilt das Mutterschutzgesetz. Dieses dient dazu, Mütter und ihre Kinder vor gesundheitlichen Gefährdungen und Überforderung am Arbeitsplatz, vor finanziellen Einbußen und Verlust des Arbeitsplatzes während der Schwangerschaft und bis nach der Geburt zu schützen.
Die von den Krankenkassen getragene Schwangerschaftsvorsorge umfasst die Betreuung durch eine Hebamme oder einen Arzt/eine Ärztin.


Mutterschutzfristen

Werdende Mütter dürfen in den letzten 6 Wochen vor und bis 8 Wochen nach der Entbindung (bei Früh- und Mehrlingsgeburten bis zu 12 Wochen nach der Entbindung) nicht arbeiten. Hinzukommen können Beschäftigungsverbote wie Akkord-, Fließband-, Mehr-, Sonntags- oder Nachtarbeit sowie individuelle Regelungen aufgrund ärztlicher Anweisungen.


Urlaubsanspruch und Kündigungsschutz

Auch während des Mutterschutzes bzw. mutterschutzrechtlicher Beschäftigungsverbote bestehen für (werdende) Mütter weiterhin Urlaubsansprüche. Eine Kündigung (werdender) Mütter durch das Unternehmen ist vom Beginn der Schwangerschaft an bis zum Ablauf von 4 Monaten nach der Entbindung bis auf wenige Ausnahmen nicht möglich.


Elternzeit

Elternzeit wird Angestellten bis zur Vollendung des 3. Lebensjahres ihres Kindes gewährt. Sie müssen in diesem Zeitraum nicht arbeiten und haben das Recht, im Anschluss wieder an Ihren beziehungsweise einen gleichwertigen Arbeitsplatz zurückzukehren. Elternzeit kann sowohl von einem als auch beiden Elternteilen genommen werden. Zudem besteht die Möglichkeit, die Arbeitszeit während der Elternzeit zu reduzieren.


Elterngeld

Das Elterngeld ist eine staatliche Unterstützung für Eltern, die Ihr Kind in den ersten 14 Monaten selbst betreuen wollen und in dieser Zeit daher keiner oder keiner vollen Erwerbstätigkeit nachgehen. Die Höhe des Elterngelds beträgt in der Regel 65-67% des vorherigen Netto-Einkommens. Anspruch auf das Elterngeld haben Staatsangehörige der EU, Islands, Liechtensteins, Norwegens und der Schweiz sowie Drittstaatsangehörige mit Niederlassungs- oder Arbeitserlaubnis.

Weitere Informationen:

Bundestiftung Mutter und Kind - Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend


Kindergeld

Eltern erhalten für Ihre Kinder, die in Deutschland, der EU oder einem Staat des Europäischen Wirtschaftsraums leben bis zum 18. Lebensjahr das sogenannte Kindergeld. Absolviert Ihr Kind eine Ausbildung oder ein Studium, verlängert sich dieser Anspruch bis maximal zum 25. Lebensjahr.

Die Höhe des Kindergelds beträgt bis zum zweiten Kind monatlich je 184€, für das dritte Kind 190€ und ab jedem weiteren Kind je 215€.

Weitere Informationen:

Familie Regional - Familien-Wegweiser


Frühkindliche Bildung

Seit dem 1. August 2013 besteht in Deutschland für Kinder ab 1 Jahr ein Anspruch auf einen Betreuungsplatz in einer Kindertagesstätte (Kita). Im Alter von ca. 3 Jahren können Kinder dann (bis zum Schuleintritt) in einen sogenannten Kindergarten gehen. In bilingualen Kindergärten/ Kitas besteht die Möglichkeit die Erstsprache des Kindes zu fördern.

Weitere Informationen: