2017 Finden Binden

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie sowie das Bayerische Staatsministerium der Finanzen für Landesentwicklung und Heimat haben gemeinsam mit dem Innovationsbüro Fachkräfte für die Region des BMAS, der Spanischen Botschaft in Deutschland, dem Niederbayern-Forum e.V., der IHK Niederbayern und der HWK für Niederbayern-Oberpfalz am 26. Juli 2017 im Rahmen von MigraNet zu der Veranstaltung „Finden und Binden – Zuwanderung als Chance für den regionalen Arbeitsmarkt“ eingeladen.

Das Ziel der Veranstaltung war es, konkrete Handlungsansätze zu vermitteln, wie internationale Fachkräfte erfolgreich rekrutiert und in Unternehmen integriert werden können. Lokale und regionale Akteure haben einen Einblick in Themen wie die Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Spracherwerb, Inner- und Außerbetriebliche Willkommenskultur sowie Arbeitsrecht gegeben.

Nun ist die Dokumentation der Veranstaltung mit den Vorträgen der jeweiligen Fachforen sowie mit Impressionen der Veranstaltung verfügbar.

Dokumentation Finden und Binden (PDF)

IQ Antidiskriminierung

Seit Herbst 2017 verfügt IQ über ein Selbstverständnis über Antidiskriminierung. Es schreibt eine gemeinsame Haltung und Praxis von Antidiskriminierung im Förderprogramm IQ fest und bietet so Orientierung und Unterstützung bei der Verankerung des Themas. Das Selbstverständnis trägt auf diese Weise auch aktiv zur Beachtung und Umsetzung des ESF-Querschnittsziels "Chancengleichheit und Nichtdiskriminierung" in IQ bei.

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Die diesjährige Internationale Metropolis Konferenz in Den Haag hatte das Thema globale Gerechtigkeit im Fokus. Experten aus Wissenschaft, Politik und Praxis diskutierten den neuesten Stand der Migrationsforschung und tauschten sich über Best Practice Beispiele aus. Das Förderprogramm IQ organisierte begleitend zur Konferenz ein dreitägiges Symposium unter dem Titel "Business as usual? Labor Market Integration of Immigrants in Europe" ("Alles wie gewohnt? Arbeitsmarktintegration von Immigrantinnen und Immigranten in Europa"). MigraNet - IQ Landesnetzwerk Bayern engagierte sich darüberhinaus in mehreren Workshops zu den Themen Integration von Geflüchteten, Beratungsangebote zur Unterstützung arbeitsmarktlicher Integration und ehrenamtliches Engagement.

Der Europäische Verein für Wanderarbeiterfragen (EVW) sucht für das Projekt „Faire Integration“ – in Kooperation mit der Tür an Tür - Integrationsprojekte gGmbH, dem DGB-Bundesvorstand und „Faire Mobilität" eine/n Berater/in mit sehr guten Kenntnissen in Arabisch, Farsi, Dari, Paschtu oder Tigrinya sowie Deutsch für eine Vollzeitstelle in Nürnberg.

Zu den Aufgaben gehören u. a.:

  • Erstinformation und -beratung für Beschäftigte, die als Geflüchtete nach Deutschland eingereist sind und die einen regulären oder nicht regulären Aufenthaltsstatus haben
  • Aufbau eines Kontaktnetzwerkes zu staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen, die mit Geflüchteten arbeiten
  • Mitarbeit bei der Konzeptionierung eines neuen Beratungszweiges

Bewerbungsschluss ist der 16. Oktober 2017. Weitere Details entnehmen Sie bitte der Stellenausschreibung.

Wer sich mit einer Geschäftsidee selbständig machen will, startet krisenfester, wenn er sich Unterstützung holt – sei es, um das Unternehmenskonzept oder den Kapitalbedarfsplan schlüssig zu erstellen, eine Einschätzung einzuholen oder um finanziell gerüstet und kreditwürdig zu sein. Insbesondere gilt das für Menschen, die aus EU- oder Nicht-EU-Ländern zugewandert sind oder zuwandern wollen. Ebenfalls gilt dies für geflüchtete Personen mit einem anerkannten Flüchtlingsstatus.

Die akademische Anpassungsmaßnahme im Bereich der sozialen Arbeit, die das IQ Netzwerk Bayern in enger Zusammenarbeit mit den wichtigsten Akteuren vor Ort konzipiert hat, hat schon 100 Teilnehmenden zu einer staatlichen Anerkennung ihres im Ausland erworbenen Studienabschlusses als Sozialpädagogin oder -pädagoge geführt. Viele Teilnehmende haben durch die zweisemestrige berufsbegleitende Maßnahme schon jetzt eine qualifikationsadäquate Arbeitsstelle gefunden.

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IQ Good Practice

bettina englmann

Dr. Bettina Englmann, eine der wichtigsten Wissenschaftlerinnen auf dem Gebiet Bildungstransfer und Anerkennung von Auslandsqualifikationen ist am 14. Juli 2017 nach längerer Krankheit verstorben. Unvergessen bleiben ihre Leistungen im Zusammenhang mit der Erforschung der Anerkennungspraxis in Deutschland. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Dr. Martina Müller-Wacker hat sie die Studie „Brain Waste“ verfasst, die den Grundstein für das deutsche Anerkennungsgesetz gelegt hat. Neben ihrer, mehr als zehn Jahre lang währenden wissenschaftlichen Arbeit  im Themenfeld, hat sie zahlreiche innovative Praxisinstrumente entwickelt, wie z.B. das erste Informationsportal zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse berufliche-anerkennung.de und die Anerkennungsberatung. Sie ist heute ein deutschlandweites Angebot und trägt erheblich zur Verbesserung des Bildungstransfers ausländischer Fachkräfte bei.

Hier finden Sie eine Übersicht der IQ / MigraNet Publikationen, die unter Mitgestaltung von Dr. Bettina Englmann entstanden sind.

Das Dossier „Arbeitsmarktintegration“ leistet eine Bestandsaufnahme: Es thematisiert die gegenwärtigen gesetzlichen Rahmenbedingungen, fasst aktuelle wissenschaftliche Studien zusammen und beleuchtet beispielhaft die praktischen Erfahrungen von Geflüchteten, Unterstützenden und Arbeitgebenden. Die Beiträge machen deutlich, wo vordringlich praktischer und politischer Handlungsbedarf besteht, damit Menschen mit Fluchterfahrung faire Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommen.

Webseite Charta der Vielfalt

Knapp 60 Mio. Menschen sind weltweit zurzeit auf der Flucht vor Bürgerkriegen, Katastrophen, politischer Verfolgung und Armut. 3,5% von ihnen fliehen nach Europa. Auch in Deutschland suchen viele Menschen Zuflucht. Das Interesse bei Unternehmen ist groß, Flüchtlinge zu beschäftigen und auszubilden. Unternehmen tragen damit soziale Verantwortung und können gleichzeitig talentierte Arbeitskräfte anwerben und ausbilden.

Metropolis1

Das diesjährige Frühjahrs-Treffen der Steuerungsgruppe von „Metropolis International“ am 27. und 28. April in Brüssel hatte als inhaltlichen Schwerpunkt die Europäische Agenda zum Thema Migration: Perspektiven für die Zukunft. Im Fokus stand dabei das aktuelle EU-Programm für Migration und Asyl, basierend auf der Europäischen Agenda für Migration 2015 und dem ersten Fortschrittsbericht des Rahmenprogramms für Drittstaaten. Daneben nahmen organisatorische Absprachen und die gegenseitige Information aus den Staaten einen breiten Raum ein.